Adler erkämpfen sich wichtigen Heimsieg
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Enorm wichtige Punkte im ersten HLA-MEISTERLIGA-Heimspiel 2026 für Sparkasse Schwaz Handball Tirol: In einer spannenden Partie des 13. Hauptrunden-Spieltags setzten sich die Adler gegen die HSG Xentis Lipizzanerheimat mit 28:26 (14:13) durch.
Es war wieder einmal eine Partie, die beiden Teams alles abverlangte, über 60 intensive Minuten schenkten sich die Kontrahenten in der Osthalle keinen Zentimeter. Die Führung wechselte mehrfach, am Ende behielten die Gastgeber knapp die Oberhand. Nach der Niederlage in Linz konnte Sparkasse Schwaz Handball Tirol erstmals in diesem Jahr anschreiben und liegt mit nunmehr 15 Punkten aktuell auf Rang vier in der HLA MEISTERLIGA. Damit schloss man zur HSG Xentis Lipizzanerheimat auf, die noch Rang drei hält, auf den Zweiten HC LINZ AG fehlt nur ein Zähler. Die nächste Aufgabe führt die Adler bereits am Mittwoch in die Steiermark, im Achtelfinale des ÖHB-Cups wartet auf den Titelverteidiger die Hürde HSG Holding Graz (19 Uhr).
Milan Golubovic eröffnete das Match mit dem 1:0 für die Gäste, Johannes Demmerer glich aus, Sebastian Spendier traf zum 2:1. Die HSG drehte die Partie auf 3:2, Thomas Wagner erzielte das 3:3. Die ersten Minuten in der Osthalle gaben gleich die Richtung und den weiteren Spielverlauf vor. Die in dieser Saison so stark auftretenden Steirer waren in der Folge zielstrebiger, vor allem aber effektiver, nutzten ihre Chancen besser. In Minute 14 traf der Ex-Harder Ivan Horvat zum 9:5. Doch die Adler zeigten die richtige Reaktion, fanden zurück in dieses Spiel. Das hatten sie ihrer Deckung und einer guten Torhüterleistung zu verdanken. Und im Angriff klappte nun wieder mehr.
Emanuel Petrusic vollendete die Aufholjagd mit dem 9:9, Sebastian Spendier legte das 10:9 nach. Bis zur 25. Minute setzten sich die Tiroler auf 13:10 ab, aber es passte zu diesem Match, dass die Steirer egalisieren konnten. Petar Medic gelang das 14:13, Pause war angesagt. Sparkasse Schwaz Handbal Tirol kam richtig gut aus der Kabine, führte nach 39 Minuten mit 19:15. Und in Minute 47 stand es 22:17, die Adler waren klar auf Kurs in Richtung Heimsieg.
Der Schein trog allerdings. Und das, obwohl Petar Medic rund acht Minuten vor dem Ende das 24:20 erzielte. Die HSG Xentis Lipizzanerheimat kam noch einmal zurück – und wie. Mit fünf Treffern in Serie schockten die Gäste das Heimteam, Adi Omeragic verwandelte einen Siebenmeter zum 25:24. Die Adler mussten alles reinwerfen, um das Spiel nicht aus der Hand zu geben. Johannes Demmerer markierte den Doppelpack zum 26:25, Sebastian Spendier machte das 27:25. Die Gäste aus Bärnbach/Köflach verkürzten auf 26:27, Philipp Jochimsen fixierte mit dem 28:26 endgültig den Heimerfolg.

Stimme:
Christoph Jauernik (Trainer Sparkasse Schwaz HT): „Es war wieder extrem spannend. Ich fand, dass wir doch ein Stück weit die bessere Mannschaft heute waren. Man muss aber dazu sagen, dass wir, und das gehört halt auch dazu, einfach zu viele glasklare Würfe über beide Außenpositionen und auch im Gegenstoß weggelassen haben. Deswegen haben wir das Spiel unnötig offengehalten. Es kann sogar komplett kippen, wenn wir dann nicht in der Endphase noch mal wichtige Tore machen. Die HSG war dann sogar mit plus eins in Führung. Dennoch, an diese strukturelle Leistung müssen wir auf jeden Fall anknüpfen, und das bereits am Mittwoch im ÖHB-Cup in Graz. Und dann sollten wir natürlich die guten Chancen, die wir kreieren, gerade über außen, besser nutzen. Ansonsten haben wir heute eine starke Abwehr gesehen in der 5:1-Formation, einen guten Torhüter mit Tobi Alber, auch eine gute Spielsteuerung in vielen Bereichen von Sebastian Spendier sowie individuell sehr ordentliche Leistungen im Rückraum, vor allem von Petar Medic und Johannes Demmerer.“
HLA MEISTERLIGA Hauptrunde, 13. Spieltag
Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. HSG Xentis Lipizzanerheimat
Ergebnis: 28:26 (14:13)
Zuschauer: 600, Osthalle Schwaz
Tore HT: Demmerer (6), Medic (6), Spendier (6), Petrusic (4), Wagner (3), Grothues (1), Hiemstra (1), Jochimsen (1)
Beste Torschützen HSG: Omeragic (9), Horvat (8), Golubovic (6)
Schiedsrichter: Hurich/Bolic
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