„Wir wollen mit einem guten Gefühl aus der Saison gehen“
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Aktualisiert: vor 18 Minuten

Die finale Phase der Saison beginnt: Thomas Lintner, sportlicher Leiter von Sparkasse Schwaz Handball Tirol, im Gespräch.
Wie bewertest du die bisherige Saison, die mit dem Supercupsieg begann, jetzt aber in die HLA MEISTERLIGA Abstiegsrunde führt?
Es ist eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Wir sind sehr gut gestartet im Sommer mit einigen Highlights: Der Silberregion Karwendel Cup in Schwaz und das Turnier in Hard, beide prominent besetzt, ein guter Saisonauftakt im Supercup gegen Krems. Flügel Benjamin Erhard hat sich gleich gut ins Team integriert. Dann sind wir allerdings etwas holprig in die Meisterschaft gestartet. Wir haben uns aber im Laufe des Oktobers ganz gut gefangen und hatten einige sehr starke Wochen. Auch mit guten Auftritten im Europacup. Wir hatten einige Verletzungsschwierigkeiten: Thomas Kandolf mit Rückenproblemen, Filip Peric hatte mit dem Fuß unglaubliche Schwierigkeiten und musste dann operiert werden. Aber das haben wir gut gelöst, hatten Schwung. Luca Lechleitner kam hinzu und hat am rechten Rückraum überzeugen können. Emanuel Petrusic wurde erstmals ins Nationalteam einberufen, was uns als Verein natürlich sehr freut.
Worin liegen aus deiner Sicht die Gründe, dass es nicht für die PlayOffs gereicht hat?
Der Liga-Cup „HNDBL3BEAT“ kam für uns zu einer Unzeit. Weil wir eben gerade in einer sehr guten Phase waren. Und dann sind wir im Frühjahr leider nicht gut aus den Startlöchern gekommen. Wir hatten neben dem Ausfall von Filip Peric auch die Verletzung von Michael Miskovez zu verkraften, das hat uns sicher auch zurückgeworfen. Mischa hat zehn Wochen nicht trainieren können, was eine sehr lange Zeit ist. So sind wir in die Leistungen vom Beginn der Saison zurückgefallen. Mit dem Kreuzbandriss von Philipp Jochimsen kam eine weitere schwere Verletzung hinzu. Wir hatten zum Schluss einige sehr knappe Ergebnisse, da war sicher zum Teil auch Pech dabei. Aber die Liga ist sehr eng, die Mannschaften sind auf Augenhöhe. Und zum Schluss hat es eben knapp nicht gereicht.
Die Chance zur Titelverteidigung: Mit welchen Erwartungen können wir den ÖHB-Cup-Finals entgegenblicken? Dass jetzt die Cup-Finals kommen, ist eine dringend benötigte und sehr erfreuliche Ablenkung, weil wir den Fokus jetzt auf etwas Spezielles, etwas Positives richten können. Da freuen sich alle schon sehr. Wir können ganz unbeschwert auftreten, spielen gegen den absoluten Titelfavoriten und auch Meisterschaftsfavoriten. Gegen Hard können wir also wirklich nur gewinnen. Wir fahren da aber auch mit einem guten Gefühl hin, weil wir in Knockout-Spielen in den letzten Jahren sehr oft sehr gute Leistungen gebracht haben. Wir wollen die Tage in Wien auf jeden Fall dazu nutzen, noch enger zusammenzurücken und Schwung für die nächsten Aufgaben zu holen. Also auf jeden Fall sehr große Vorfreude und der Eindruck, dass alle unbedingt etwas Gutes abliefern wollen. Der Trainer und die Mannschaft haben in den letzten Tagen einige Gespräche geführt, sodass wir gut in die nächsten Wochen kommen.
Ausblick HLA MEISTERLIGA Abstiegsrunde: Was erwartet uns da? Was die Aufgabe danach betrifft, geht es natürlich Schlag auf Schlag, gerade in der Phase nach dem Cup bis zur Länderspielpause. Es warten gleich drei Spiele innerhalb von acht Tagen. Die sind richtungsweisend. Wir werden zu Hause gegen Bregenz beginnen, da hoffen wir einfach, dass wir einen guten Start hinlegen werden. Wir müssen die Situation nicht überanalysieren. Es geht um den Klassenerhalt und um einen positiven Abschluss der Saison. Wir wollen mit guten Leistungen reinstarten und so schnell wie möglich die nötigen Punkte machen, damit wir auf jeden Fall mit einem guten Gefühl aus der Saison rausgehen. Es gibt also etwas Positives zu erreichen und auf das werden wir alle gemeinsam hinarbeiten. Das Team ist gefestigt und voll motiviert.





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