Die Adler biegen auch den Cupsieger

In Runde 2 der MEHRLEBEN HLA MEISTERLIGA powered by Finanzfuchsgruppe konnte Sparkasse Schwaz Handball Tirol das nächste Topteam bezwingen: Die Adler setzten sich im ersten Heimspiel gegen Cupsieger FÖRTHOF UHK Krems mit 31:29 (13:15) durch und halten bei vier Punkten.
Wieder brauchte es Nervenstärke, wieder eine Aufholjagd – wenn auch nicht so ein grandioses Comeback wie gegen Meister roomz JAGS Vöslau vonnöten war. Nach 60 hart umkämpften, intensiven Minuten jubelte Sparkasse Schwaz Handball Tirol über den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel, die erste Heimpartie brachte ein 31:29 gegen den amtierenden ÖHB-Cup-Sieger FÖRTHOF UHK Krems. Während die Niederösterreicher noch auf die ersten Punkte in der jungen Spielzeit warten müssen, halten die Adler bei vier Zählern, reihen sich damit vorne ein, liegen derzeit auf Rang vier. Am kommenden Freitag (18:30 Uhr) wartet gleich das nächste Heimspiel, zu Gast in der Osthalle ist die HSG XeNTiS Lipizzanerheimat.
Der erste Treffer der Begegnung gehörte Adler Thomas Wagner, danach stellte Krems allerdings auf 3:1. Marian Teubert erzielte das 4:2 für die Gäste. Aus einem 5:7 machten Jonas Riecke und Lukas Prader ein 7:7 (13.), Samuel Kofler traf zum 8:8. Doch das Team aus der Wachau legte weiterhin vor. Benedikt Rudischer erzielte das 10:8, der beste Werfer Luca Munzinger (11 Tore) das 12:10. Jacob Funk legte das 13:10 nach. Thomas Wagner und Michael Miskovez verkürzten auf 12:13. Krems erhöhte auf 15:12, Petar Medic sorgte für den 13:15-Pausenstand.
Ein Rückstand, mit dem Sparkasse Schwaz HT umzugehen wusste. Krems behielt seine Führung zwar auch zu Beginn der zweiten Hälfte, die Adler ließen sich aber nie abschütteln. Filip Peric machte aus einem Siebenmeter das 17:18 (37.). Petar Medic egalisierte zum 18:18. In Minute 44 warf Jonas Riecke die Adler erstmals seit der ersten Minute in Führung (20:19). Das Momentum war auf Seiten der Hausherren, die Halle trieb die Adler nach vorne. Bis zur 55. Minute setzten sich die Tiroler sogar auf 29:24 ab. Doch die Kremser kamen nochmals heran, stellten auf 28:29. Die Adler trotzten zwei Zeitstrafen in der Schlussphase, Kapitän Petar Medic übernahm Verantwortung und fixierte mit seinem Tor den Heimsieg.

Stimmen:
Christoph Jauernik (Trainer Sparkasse Schwaz HT): „Es war ein Spiel komplett auf Augenhöhe. Krems war in der ersten Halbzeit besser. Wir hatten in der zweiten Halbzeit das Vertrauen, dass wir wie in der letzten Woche noch einmal zulegen können. In der Abwehr waren wir dann nochmals einen Tick besser. Unterstützt auch von Boris Tanic, der gut gehalten hat. Und wir wussten auch, dass wir über die Spieldauer im Angriff noch klarer durchkommen. Ich glaube, optisch waren wir in der zweiten Halbzeit ein Stück weit überlegen. Denn wir haben auch noch ein paar Siebenmeter weggelassen, die wir uns aber erspielt habe, wir hatten viele klare Situationen. Von daher bin ich sehr zufrieden, dass wir dieses schwierige Startprogramm in vier Punkte ummünzen konnten. Im Moment sieht es so aus, dass wir den längeren Atem und die Nerven haben, um eine Partie in der zweiten Hälfte zu drehen. Wir wollen natürlich nicht immer aus dem Rückstand kommen müssen. Sondern es wäre natürlich auch schön, wenn wir in der ersten Halbzeit auch mal die Weichen in unsere Richtung stellen könnten. Dass es uns jetzt zweimal nicht gelungen ist, ist vielleicht auch das, wo wir auch kritisch bleiben müssen und weiter daran arbeiten müssen. Heute war der Abstand im Gegensatz zum Vöslau-Spiel bei einem ausgeglichenen Match überschaubar, zwei Tore Rückstand, das ist nichts im Handball. Da waren wir schon auf Augenhöhe. Und trotzdem wäre es gut, im nächsten Spiel am Freitag gegen eine starke Mannschaft der HSG XeNTiS Lipizzanerheimat schon früher in der Partie vorne zu stehen – und natürlich erneut am Ende.“
Jonas Riecke (Spieler Sparkasse Schwaz HT): „Einen besseren Start kann man nicht haben, wir haben den Meister und den Cupsieger geschlagen. So kann es gerne weitergehen. Es war eine harte Partie, ich bin froh, dass wir das Spiel nach der Pause drehen konnten. Wir hatten erneut Probleme am Anfang des Spiels. Ich weiß auch nicht, woran es liegt. Aber solange wir das Spiel immer am Ende drehen können, ist es natürlich okay. Wenn wir die Fehler zu Beginn des Spiels minimieren, wird es sicher einfacher für uns in Zukunft. Wir sind auf jeden Fall schon ganz gut eingespielt. Natürlich, man kann sich immer verbessern. Als Neuer musste ich mich erst einmal einfinden. Aber dafür trainieren wir ja jeden Tag, um uns auszutauschen, um Abläufe zu optimieren. Und so wird es immer besser von Spiel zu Spiel.“
Luca Munzinger (Spieler FÖRTHOF UHK Krems): „Natürlich sind wir enttäuscht, das war die zweite knappe Niederlage im zweiten Saisonspiel. Jetzt stehen wir unnötigerweise noch ohne Punkt da. Heute haben wir eine gute erste Halbzeit hingelegt, haben es vielleicht verabsäumt, uns noch etwas klarer abzusetzen. In der zweiten Hälfte konnten wir nicht zulegen, Schwaz wurde immer stärker. Wir haben den Faden verloren, plötzlich mussten wir hinterherlaufen. Wir müssen das einfach besser lösen, letztlich war der Sieg für die Schwazer durchaus verdient. Jetzt heißt es Fehler analysieren und dann endlich den ersten Sieg einfahren.“
MEHRLEBEN HLA MEISTERLIGA powered by Finanzfuchsgruppe, 2. Spieltag
Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. FÖRTHOF UHK Krems
Ergebnis: 31:29 (13:15)
Zuschauer: 600, Osthalle Schwaz
Tore HT: Medic (6), Riecke (5), Miskovez (4), Peric (4), Wagner (4), Erhard (2), Petrusic (2), Kofler (1), Lechleitner (1), Leunissen (1), Prader (1)
Beste Torschützen Krems: Munzinger (11), Rudischer (4), Teubert (4), Schalles (3)
Men of the Match: Jonas Riecke (HT) & Luca Munzinger (Krems)
Schiedsrichter: Bubalo/Vidic
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