Alles Gute zum 70er, Dieter Blasinger!
- presse013
- vor 29 Minuten
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Seit 60 Jahren dreht sich bei Dieter Blasinger (fast) alles um den Handballsport. Der Innsbrucker Langzeitfunktionär ist eines jener Urgesteine, die aus dem Tiroler Handball nicht wegzudenken sind. Am 3. Februar feierte er seinen 70. Geburtstag. Die Innsbrucker und Tiroler Handballfamilie gratuliert herzlich!
„Mein Leben ist seit jeher vom Handballsport geprägt. Handball hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen“, sagt Dieter Blasinger mit Überzeugung. Und seine Augen funkeln, wenn er von „seiner“ Sportart spricht. Mit der er erstmals 1966 in Berührung kam. Da war Blasinger zehn Jahre alt. Als Kind fand er zum damaligen ATSV Innsbruck, der sich Jahrzehnte später – unter Blasingers Manager-Ägide – in HIT umbenannte; und heute medalp Innsbruck Handball Tirol heißt. 1972 wurde der nunmehr 70-Jährige mit seinem Jugendteam in Graz österreichischer Staatsmeister und holte auch den ASKÖ-Bundesmeistertitel. Und in den Jahren danach war der Torhüter aus dem Innsbrucker Team nicht wegzudenken, auch im Herrenbereich.

„Ich habe in den vielen Jahrzehnten als Spieler und Manager bei ATSV bzw. HIT Innsbruck alles erlebt, was es zu erleben gibt. Sportlicher Abstieg von der Staatsliga (damals 1. Liga, Anmerkung) bis in die Landesliga, Aufstieg in die Staatsliga. Den Rückzug aus der Erstklassigkeit Anfang der 1990er aus wirtschaftlichen Gründen und die abermalige Rückkehr von der Landesliga bis in die Staatsliga“, erzählt Dieter Blasinger. „Wir waren 2012 HLA-Vizemeister, holten zweimal einen dritten Platz in der Liga und standen viermal im Cupfinale – und jedes Finale ging mit einem Tor Differenz verloren.“

Eine Fülle an Aufs und Abs
An diesen Ausführungen merkt man: Es waren viele Höhen, aber auch Tiefen, die Dieter Blasingers Handballleben bis heute begleitet haben. „Meine Devise war immer schon: Niemals aufgeben! Nach Niederlagen wieder aufstehen, den Munds abwischen und weiter geht‘s.“ Blasingers Name ist so eng mit dem Innsbrucker Handball verknüpft wie nur wenige andere; er war Tormann, arbeitete als Torhütertrainer und ist seit vielen Jahren in der Funktionärsrolle tätig. „Ich habe noch selbst in der 1. und 2. Liga gespielt, als ich meine Karriere Ende der 1980er-Jahre beendete, wollte unser damaliger Trainer unbedingt, dass ich im Verein tätig bleibe, da ich fürs Teamgefüge wichtig war. Daraus wuchs mit der Zeit meine Tätigkeit als Manager“.
Und als solcher hatte er alle Hände voll zu tun. Denn der ATSV Innsbruck musste sich vor fast 35 Jahren nach dem freiwilligen Rückzug aus der obersten Spielklasse konsolidieren und neu aufstellen, setzte in den Folgejahren in der Landesliga und zweiten Liga auf Eigenbauspieler. Es gelang, den damaligen ÖHB-Teamchef Niko Markovic zum Verein zu lotsen, gemeinsam glückte 1999 der Aufstieg in Liga eins, die heute HLA MEISTERLIGA heißt. Die Innsbrucker Funktionäre rund um Dieter Blasinger formierten in der Folge ein starkes Team – unter anderem mit ÖHB-Allzeitgröße Viktor Szilagyi –, das es bereits im ersten Jahr nach der Rückkehr ins Oberhaus in den Europacup schaffte.
Es ging ins slowakische Kosice oder auch zum deutschen Klub Lemgo. Ein weiteres Highlight folgte 2002: Zwar ging das Cupfinale gegen Bregenz hauchdünn verloren, doch im Herbst starteten die Innsbrucker im Cup der Pokalsieger – und bekamen es mit der damaligen „Weltauswahl“ des einstigen spanischen Spitzenteams Ciudad Real zu tun. 2009 erlebte Blasinger ein weiteres verlorenes Cupfinale, 2012 unterlagen die Innsbrucker erst im entscheidenden dritten Spiel der HLA-Finalserie gegen Hard.

Etabliert als Ausbildungsverein
2013 kam es schließlich zur Kooperation mit Schwaz, Handball Tirol wurde ins Leben gerufen, „Das war eine vernünftige Entwicklung. Die Möglichkeiten, wie sie in Schwaz vorhanden sind, haben wir in Innsbruck aufgrund der vielen anderen vorhandenen Sportarten nie gehabt“, so Blasinger. „Bis 2013 lag unser Hauptaugenmerk auf dem Spitzensport, seit 2014 konzentrieren wir uns in Innsbruck auf den Nachwuchs. Wir haben dafür ein professionelles Umfeld geschaffen. Mit ausgebildeten Trainer:innen werden die Kinder mit dem Handballsport vertraut gemacht und talentierte Kinder werden an den Spitzensport herangeführt. Wir haben uns als Ausbildungsverein etabliert.“
Seit 60 Jahren ist Dieter Blasinger nun mit Herz und Seele dem Handballsport verbunden, widmet ihm seine Freizeit. Und wenn es nach ihm geht, wird das auch noch einige Jahre der Fall sein. „Die Anforderungen an die Vereine werden immer größer, der Aufwand für Funktionäre ist groß. Ich bin seit fast neun Jahren in Pension, deshalb lässt sich das stemmen. Ich möchte mich mit dem Verein auch weiterhin allen Herausforderungen stellen und professionelle Arbeit betreiben. Handball ist eben mein Leben.“







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