top of page

Adler verpassen das Viertelfinale im Nervenkrimi

  • vor 6 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Es hat nicht sollen sein, am Ende der englischen Woche steht Sparkasse Schwaz Handball Tirol mit leeren Händen da. Im entscheidenden letzten Spiel der HLA MEISTERLIGA Hauptrunde hatten die Gäste vom HC FIVERS WAT Margareten letztlich das bessere Nervenkostüm und zogen durch einen 32:28-Erfolg in der Osthalle noch in die PlayOffs ein. Die Tiroler hingegen bekamen zudem keine Schützenhilfe von Ferlach und stehen somit in der Abstiegsrunde.


Über viele Wochen hatte Sparkasse Schwaz Handball Tirol einen Platz unter den Top-Acht inne und ausgerechnet in der finalen Runde rutschten die Adler doch noch aus den Viertelfinalrängen. Mit einem Endspurt sicherte sich der HC FIVERS WAT Margareten das Ticket für die HLA MEISTERLIGA PlayOffs, die Wiener legten nach dem Heimsieg am Mittwoch gegen Krems den Auswärtserfolg in der Osthalle nach und landeten so auf Platz sieben. Rang acht ging an die HSG Xentis Lipizzanerheimat, die beim SC kelag Ferlach 26:26 remisierte und den nötigen Punkt einfuhr. Sparkasse Schwaz HT fehlt als Neunter ein Punkt aufs Viertelfinale, die Realität heißt in dieser Saison Abstiegsrunde.


Doch die Adler müssen schnell den Kopf freibekommen, in der anstehenden Woche nehmen sie erneut am Final Four im ÖHB-Cup teil, das in der Sport Arena Wien ausgetragen wird. Am Freitag, 24. April, trifft der Pokaltitelverteidiger im Semifinale der „Region Graz ÖHB Cup Finals“ auf ALPLA HC Hard (16:30 Uhr), das zweite Halbfinale bestreiten UHC Clickmasters Hollabrunn und FÖRTHOF UHK Krems (19 Uhr). Das Finale steigt am Samstag, den 25. April, um 20:25 Uhr.


Das Grunddurchgangsfinale in der Osthalle wurde am Samstag zur Nervenschlacht – die besseren bewiesen die Gäste aus Wien, die den Tick effizienter im Angriff waren, die Tiroler vergaben beste Chancen. So stellten die Fivers rasch auf 5:2, in der Anfangsphase kamen die Gastgeber auf 4:5 und 5:6 heran. In Minute 13 hieß es jedoch 9:5 für Margareten, das zwar von der Adler-Deckung immer wieder vor Herausforderungen gestellt wurde, aber auch in Bedrängnis, etwa im Zeitspiel, mehrfach zu Torerfolgen kam. Sparkasse Schwaz HT fehlte die Leichtigkeit – und so wollte der Ball aus besten Positionen einige Male nicht ins Gehäuse. Nur der Anschlusstreffer gelang, Lukas Prader machte das 9:10 (19.). Abermals folgten Fehlwürfe, die Fivers setzten sich auf 14:9 ab, führten zur Pause mit 16:12.


Die Adler versuchten in Halbzeit zwei, die Aufholjagd zu starten, aber die Chancenverwertung blieb das große Manko. Bei den Fivers trafen Mats Rudnicki und Fabio Schuh gefühlt aus allen Lagen, die beiden waren nur bedingt in den Griff zu bekommen. Sparkasse Schwaz Handball Tirol versuchte bis zum Ende alles, die Einstellung passte zu 100 Prozent. Doch man musste stets einem Rückstand hinterherlaufen. Kurz keimte nochmals Hoffnung auf, Michael Miskovez verkürzte zum 23:25, Luca Lechleitner zum 26:27 (53.). Den Ausgleich wollte es partout nicht geben, in der heißen Schlussphase bewahrten die Fivers den kühleren Kopf. Der Blick ging sofort im Anschluss nach Ferlach, wo allerdings die Schützenhilfe ausblieb. Ein durchwachsener Grunddurchgang fand so ein richtig bitteres Ende aus Tiroler Sicht.


Ballübergabe vor dem Spiel mit Maskottchen Sweagle, Kapitän Petar Medic, Sponsor Mathias Steinlechner (dieVersicherer, SMS Versicherungsmakler GmbH & Co KG) und Obmann Klaus Hauser
Ballübergabe vor dem Spiel mit Maskottchen Sweagle, Kapitän Petar Medic, Sponsor Mathias Steinlechner (dieVersicherer, SMS Versicherungsmakler GmbH & Co KG) und Obmann Klaus Hauser

Stimmen:


Christoph Jauernik (Trainer Sparkasse Schwaz HT): „Es war ein sehr engagierter Auftritt, wir haben viele Sachen ordentlich gemacht, aber wir haben halt wirklich in der Chancenverwertung nicht ausreichend das umgesetzt, was wir wollten – eben effektiv zu sein. Das haben wir nicht geschafft. Unser Spiel war mit viel Arbeit im Abwehrbereich versehen, da hat auch nicht alles geklappt, aber man kann der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Was wir aber neben diesem Spiel natürlich einsehen müssen, ist, dass wir nicht in der Intensität und in der Bereitschaft, wie wir heute gearbeitet haben, in anderen Spielen präsent waren. Da gab es auf dem Weg hierher sicherlich das ein oder andere Pünktchen mehr einzusammeln, wenn wir mit absolutem Willen so wie heute aufgetreten wären. Ich glaube jeder, der auf der Platte war, wollte heute und hat nicht mit Absicht daneben geworfen. Das ist eher so die Situation, wenn man das gesamtheitlich begreift. Dass in einer anderen Halle ein Tor mehr schon viel ausgemacht hätte für uns, das ist einfach statistisch, aber nützt uns alles nichts. Wir wollten uns das selbst erarbeiten und es selbst lösen, das haben wir nicht geschafft heute – und jetzt gilt der volle Fokus einer schwierigen Abstiegsrunde, in der wir uns so schnell wie möglich klar positionieren wollen. Nun müssen wir den Kopf schnell frei bekommen, in der kommenden Woche wartet ja schon Hard im Cup-Semifinale, dieses Spiel wollen wir mit aller Bereitschaft angehen.“

 

Peter Eckl (Trainer HC FIVERS WAT Margareten): „Unser Konzept hat funktioniert, die Spieler haben sich in vielen Punkten daran gehalten. Wir waren sehr gut vorbereitet, Schwaz hat es uns aber natürlich extrem schwer gemacht. Es war sehr knapp bis zum Ende. Aber das ist so in einem Finalspiel, auf beiden Seiten zittern die Nerven. Aber ich denke, wir waren in der letzten Woche am Punkt. Das Spiel gegen Krems war schon richtig gut und das heute eben auch. Diese ganz vielen jungen Spieler übernehmen Verantwortung bei uns, von Fabio Schuh über Mats Rudnicki bis zu Matthias Rattensperger. Super war, dass uns Leander Brenneis wieder geholfen hat. Wir haben doch sehr viele Ausfälle zu verkraften. Uns ist am Ende auch ein bisschen die Luft ausgegangen. Aber wir sind ruhig geblieben und haben es letztlich nach Hause gebracht. Wir sind ein bisschen zu Männern gereift in dieser Woche. Nun werden die Karten im PlayOff natürlich komplett neu gemischt. Wir können abwarten, wen wir als Gegner bekommen. Und wir freuen uns schon auf diese Aufgabe.“

 


HLA MEISTERLIGA Hauptrunde, 22. Spieltag


Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. HC FIVERS WAT Margareten


Ergebnis: 28:32 (12:16)


Zuschauer: 600, Osthalle Schwaz


Tore HT: Spendier (6), Grothues (3), Lechleitner (3), Miskovez (3), Peric (3), Prader (3), Demmerer (2), Medic (2), Petrusic (2), Kofler (1)


Beste Torschützen Fivers: Rudnicki (12), Schuh (10), Martinovic (4)


Men of the Match: Sebastian Spendier (HT) & Oleksii Novikov (Fivers)


Schiedsrichter: Kljajic/Markovic


Prämierung Men of the Match (v. l.): Sponsor Ajdin Gazija (NOBUGS Group), Fivers-Torhüter Oleksii Novikov, Sebastian Spendier und Dr. Martin Kastlunger (Kompetenzzentrum DOK GmbH)
Prämierung Men of the Match (v. l.): Sponsor Ajdin Gazija (NOBUGS Group), Fivers-Torhüter Oleksii Novikov, Sebastian Spendier und Dr. Martin Kastlunger (Kompetenzzentrum DOK GmbH)

 

Weiterführende Links:


 
 
 

Kommentare


bottom of page