28:29 – Adler verlieren Krimi in Graz
- vor 2 Tagen
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Es wird definitiv ein harter Kampf ums PlayOff-Ticket bis zum letzten Spieltag der HLA MEISTERLIGA Hauptrunde bleiben. Eine 17:15-Pausenführung reichte Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Freitagabend nicht, um zwei Punkte aus der Steiermark mitzunehmen – bei der HSG Holding Graz gab es in Runde 19 eine 28:29-Niederlage.
Auswärts will es im Frühjahr nicht so recht klappen bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol, das 28:29 in Graz war bereits die vierte HLA-MEISTERLIGA-Niederlage im fünften Gastspiel 2026. Lediglich in Ferlach gelang den Adlern ein Sieg. Den Steirern glückte nach einer Aufholjagd die Revanche für das Aus im ÖHB-Cup-Achtelfinale Mitte Februar – sie wahrten damit auch die Chance auf das Erreichen der PlayOffs, wohingegen die Tiroler auch weiterhin um ihr Viertelfinalticket kämpfen müssen. Drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde verschärft sich die Lage im Mittelfeld der Tabelle weiter; die Adler brauchen im nächsten Match am 11. April zu Hause gegen Bregenz dringend einen vollen Erfolg. Zuvor steht aber das Cup-Viertelfinale auf dem Programm, am Donnerstag, 2. April (18:30 Uhr) geht es zum HSC Wels.
Dabei sah es in der steirischen Landeshauptstadt zunächst sehr gut aus für die Gäste. Sparkasse Schwaz Handball Tirol fand richtig gut in die Partie beim Tabellenzehnten, nach acht Minuten erzielte Rückkehrer Filip Peric das 5:1, die HSG brauchte ein frühes Timeout. Das zeigte zunächst Wirkung, die Hausherren verkürzten auf 3:5. Aber die Adler hatten das Match weiterhin unter Kontrolle, Petar Medic und Sebastian Spendier erhöhten auf 8:4. Und nach dem 5:8 durch Paul Offner stellten die Schwazer mit drei Toren in Folge auf 11:5 (18.).
Doch sukzessive ließen die Gäste nach, vergaben beste Chancen, die Abwehr verlor an Kompaktheit. Die Grazer arbeiteten sich von minus sechs allmählich heran. Kurz vor der Pause traf Nemanja Belos zum 15:16, Thomas Kandolf sorgte immerhin noch für den 17:15-Pausenstand. Aber die zweite Hälfte wurde zur offenen Angelegenheit. Sparkasse Schwaz HT brauchte fast acht Minuten, um erstmals nach der Pause anzuschreiben, die ersten fünf Treffer gingen allesamt auf das Konto der Steirer – sie drehten die Partie auf 20:17.
Petar Medic machte per Siebenmeter das 18:20 und legte das 19:20 nach. Lukas Prader egalisierte zum 20:20. Nun waren es aber die Grazer, die immer wieder vorlegten. Bis Mitte der zweiten Halbzeit: Dann erzielte Samuel Kofler das 24:24, Sebastian Spendier das 25:24. Matic Kotar glich aus, Jelte Hiemstra machte das 26:25 für die Adler. In der Schlussphase fielen nur mehr wenige Treffer. Graz stellte per Doppelschlag auf 27:26, Thomas Wagner antwortete mit dem 27:27 (52). Der Youngster traf in Minute 55 auch zum 28:28. Danach sahen sowohl Luca Lechleitner als auch Sebastian Spendier Zwei-Minuten-Strafen. Rund 60 Sekunden vor dem Ende traf Nemanja Belos aus einem Siebenmeter zum 29:28. Die Adler versuchten alles, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.
Stimmen:
Sebastian Spendier (Spieler Sparkasse Schwaz HT): „Es war das erwartet schwierige Spiel mit dem unglücklicheren Ende für uns. Wir haben eine starke erste Hälfte gespielt, tun uns in Halbzeit zwei aber etwas schwerer und geben Graz die Chance, das Match zu drehen.“
Christoph Jauernik (Trainer Sparkasse Schwaz HT): „Wir sind sehr gut reingekommen, vieles hat gut geklappt, gerade zu Beginn. Wir nehmen dann leider unsere Fehlwürfe aus dem Angriff so ein bisschen im Kopf mit in die Abwehr, lassen da auch nach, trotzdem stehen wir zur Halbzeit noch vorne. Wir haben dann Probleme nach der Pause mit schlechten Entscheidungen und in der Abwehr, liegen zurück, kommen aber wieder heran. Es wird ein komplett ausgeglichenes Spiel und in der Schlussphase haben wir leider nicht das nötige Glück, was wir hier brauchen. Dazu kommen zwei Bälle, die wir auch noch verwerfen am Ende. So steht es letztlich minus eins und wir verlieren dieses Spiel leider. Nun geht es mit dem Cup-Viertelfinale am Donnerstag weiter – und danach müssen wir in den letzten drei Spielen der Hauptrunde natürlich unbedingt nochmals anschreiben.“
Lukas Schweighofer (Spieler HSG Holding Graz): „Wir haben heute nicht aufgegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte haben wir es geschafft, unser Spiel auf die Platte zu bringen, und das Glück war am Ende endlich einmal auf unserer Seite. Das sind zwei ganz wichtige Punkte für uns.“
HLA MEISTERLIGA Hauptrunde, 19. Spieltag
HSG Holding Graz vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol
Ergebnis: 29:28 (15:17)
Tore HT: Spendier (8), Medic (5), Prader (4), Lechleitner (2), Wagner (2), Grothues (1), Hiemstra (1), Jochimsen (1), Kandolf (1), Kofler (1), Peric (1), Petrusic (1)
Beste Torschützen Graz: Belos (6), Kotar (6), Offner (5), Schweighofer (4)
Schiedsrichter: Korsik/Schober
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