Nichts zu holen bei Westwien


Sehr viel vorgenommen hatte sich Sparkasse Schwaz Handball Tirol für den 3. Spieltag im Grunddurchgang der ZTE HLA MEISTERLIGA – allerdings erwies sich die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN auswärts als zu hohe Hürde, die Adler verloren das LAOLA1-Livematch am Freitag mit 25:33 (9:20).


Sparkasse Schwaz Handball Tirol muss weiterhin auf den ersten Punktgewinn in dieser Saison warten. Am Freitagabend gab es bei der SG INSIGNIS Handball WESTWIEN nichts zu holen, das Spiel war bereits zur Pause beim Spielstand von 20:9 praktisch entschieden. Die Adler konnten somit den Schwung aus dem starken Heimauftritt gegen Hard nicht mitnehmen, die sehr junge Westwiener Mannschaft feierte hingegen im dritten Match den zweiten Sieg. Am kommenden Samstag empfängt Sparkasse Schwaz HT die HSG Holding Graz (18.00 Uhr).


Die Tiroler taten sich von Beginn an sehr schwer. Defensiv gelang es nur selten, die schnellen Westwiener Angriffe zu unterbinden, den Gegner wie gewünscht in den Positionsangriff zu zwingen. Und im Angriff liefen sich die Adler zu häufig in der 3:2:1-Deckung der Hausherren fest, brachten zu wenig Schwung in ihre Angriffsbemühungen. Westwien nutzte die Ballverluste der Gäste ein ums andere Mal für einfache Treffer aus der ersten und zweiten Welle. Nach sechs Minuten stand es 4:1, nach elf Minuten 7:3. Mitte der ersten Halbzeit kam Sparkasse Schwaz Handball Tirol etwas besser ins Spiel, Clemens Wilfling warf das 5:8. Doch Westwien setzte sich in der Folge wieder auf 12:5 ab.


Zwei Tore von Lukas Prader brachten die Adler auf 9:14 heran, doch in den letzten sechs Minuten der ersten Hälfte gab es keinen Tiroler Treffer mehr. Bei Westwien hatte ein Timeout in dieser Phase den gewünschten Effekt, bis zur Pause folgten sechs Treffer en suite. Der 9:20-Halbzeitstand eröffnete Handball Tirol natürlich kaum noch Perspektiven für die zweite Halbzeit. Doch die Adler ließen die Köpfe nicht hängen und starteten nochmals neu durch. So verlief der zweite Abschnitt wesentlich ausgeglichener, auch wenn Westwien nicht mehr in Gefahr geriet, dafür war der Vorsprung bereits zu groß und agierte man zu clever. Auch zwei rote Karten gegen Paul Pfeifer und Constantin Möstl änderten daran nichts mehr. Die junge Truppe rund um den besten Werfer Franko Lastro lag Mitte der zweiten Hälfte immer noch mit zehn Toren voran. Die Adler konnten in der Deckung, im Verbund mit Keeper Aliaksei Kishou, nun mehr Bälle erobern als noch in Halbzeit eins, zeigten sich auch im Abschluss konsequenter. So betrieb man zumindest Ergebniskosmetik, die Niederlage fiel aber dennoch klar aus.

Stimme:

Klaus Hagleitner (Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol): „Das war heute leider nichts, wir haben das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren. Wir wussten, was uns hier erwarten würde und haben es dennoch nicht geschafft, unsere Aufgaben zu erfüllen. Wir waren viel zu zögerlich, zu verhalten, hatten zu viel Respekt. Westwien hat es ganz einfach gelöst, ist mit viel Herz aufgetreten. Und wir haben nicht dagegengehalten, vor allem vor der Pause. Abwehr- und Rückzugsverhalten waren ganz schwach. Wir wollten die erste und zweite Welle von Westwien unterbinden, das ist nicht gelungen. Wir müssen nun schnell in die Spur finden, denn so kann es nicht weitergehen. Von einem knappen Spiel gegen Hard können wir uns nichts kaufen; es wird gegen Graz in der kommenden Woche nicht einfacher.“

LAOLA1-VIDEOS ZUM SPIEL

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TOP-PARADE

ZTE HLA MEISTERLIGA Grunddurchgang, 3. Spieltag

SG INSIGNIS Handball WESTWIEN vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol

Ergebnis: 33:25 (20:9)

Tore HT: Medic (7), Wanitschek (5), Wilfling (3), Huber (2), Prader (2), Grothues (1), Hochleitner (1), Igbinoba (1), Kristen (1), Spendier (1), Petrusic (1)

Beste Torschützen Westwien: Lastro (8), Katic (4), Kofler S. (4), Paulnsteiner (4)

Schiedsrichter: Gradincic/Seidler

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