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Adler holen Jonas Riecke für den rechten Rückraum

  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Künftig wird ein sehr junges Tandem mit großem Entwicklungspotenzial auf der rechten Rückraumposition bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol agieren. Zu Eigenbauspieler Luca Lechleitner gesellt sich der ebenfalls erst 21-jährige Linkshänder Jonas Riecke. Der 1,96 Meter große Deutsche wechselt von der MT Melsungen nach Tirol.


Nach den Abgängen (Karriereende) von Thomas Kandolf und Johannes Demmerer musste Sparkasse Schwaz Handball Tirol auf der rechten Rückraumposition reagieren und hat nun mit Jonas Riecke eine Zukunftsaktie verpflichten können. Der 21-jährige Deutsche (Geboren 11.01.2005) war zuletzt im Förderkader des deutschen Bundesligisten MT Melsungen, der unlängst mit dem Gewinn der EHF European League im Finale gegen den THW Kiel den ersten Titel der Vereinsgeschichte einfahren konnte. Jonas Riecke trainierte bei den Profis mit und wurde primär in der zweiten Mannschaft eingesetzt, die in der 3. Liga spielt. Er absolvierte aber auch einige Bundesliga- sowie European-League-Spiele. So kam er in diesem Jahr etwa gegen den HC Vardar (Nordmazedonien) und IFK Kristianstad (Schweden) zum Einsatz.


Jonas Riecke stammt aus dem südhessischen Groß-Umstadt nahe Darmstadt und kam bereits als kleines Kind mit Ballsportarten in Berührung, seit dem fünften Lebensjahr spielt er Handball. Er stammt aus einer Handballerfamilie, Mutter, Vater, Schwester, Cousins und Teile der Großeltern betrieben bzw. betreiben die Sportart. Zunächst war Riecke bei seinem Heimatverein aktiv, ehe er in die Jugendabteilung der Rhein-Neckar Löwen wechselte. In der A-Jugend-Bundesliga lief er für die HSG Rodgau Nieder-Roden auf. Parallel spielte er bei den Männern des Regionalligisten TUSPO Obernburg (Unterfranken/Bayern) im Aktivenbereich. 2024 wechselte er zur MT Melsungen.


„Ich bin als Jugendlicher schnell in die Höhe gewachsen, da war es eigentlich schon bald klar, dass ich am rechten Rückraum landen werde. Teilweise habe ich aber auch auf der Mitte-Position gespielt“, sagt der 1,96 Meter große Linkshänder. „Meine Stärken liegen in der Übersicht, in der Spielfähigkeit, also im Zusammenspiel mit der Mannschaft – ich möchte und kann nicht nur selbst Tore werfen, sondern setze auch meine Mitspieler in Szene. Ich denke, ich bringe eine gute Mischung aus Werfen und Vorbereiten mit. Verbesserungspotenzial liegt sicherlich noch im athletischen Bereich, und natürlich muss ich noch viel Erfahrung sammeln“, so Jonas Riecke.


Nächster Karriereschritt: Weiterentwicklung


Die Zeit in Melsungen war für ihn eine wichtige und wertvolle Erfahrung. „Da stehen plötzlich Persönlichkeiten wie Trainer Roberto García Parrondo, Torhüter Nebojša Simić oder auf meiner Position Champions-League-Sieger Dainis Krištopāns neben dir in der Halle. Und ich war anfangs erstaunt, wie bodenständig die alle sind. Auch als unbekannter Spieler wird man sofort gut aufgenommen, alle kümmern sich und sind hilfsbereit. Von jeder Trainingseinheit kann man enorm viel mitnehmen – am besten merkt man es, wenn man bei Weltklasse-Torhütern wirft: Da müssen die Würfe einfach perfekt passen, um ein Tor zu erzielen.“


Jonas Riecke, der ein Fernstudium in Sportmanagement absolviert, freut sich auf den nächsten Karriereschritt bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol: „Ich will mich hier persönlich und sportlich weiterentwickeln. Man lernt am meisten, wenn man sich aus seiner Komfortzone raus begibt und etwas Neues ausprobiert. Ich war immer sehr heimatverbunden, aber der Wechsel nach Tirol ist ein guter Schritt, um neue Erfahrungen zu sammeln. Ich will Verantwortung übernehmen, der Mannschaft helfen und mich in der Liga etablieren.“


Christoph Jauernik, Trainer Sparkasse Schwaz HT: „Wir stellen uns auf der Rückraum-rechts-Position neu auf. Luca Lechleitner war natürlich in den letzten Monaten schon dabei, ist aber eigentlich auch ein Neuzugang in Form eines Eigenbauspielers. Wir konnten nun aus demselben Jahrgang 2005 Jonas Riecke für uns gewinnen. Er war beim Probetraining, hat dort gute Ansätze gezeigt – und hat sich am Ende auch für uns entschieden, weil er hier die Möglichkeit sieht, nach der dritten deutschen Liga den nächsten Schritt zu machen. Die Erwartungen an ihn sind vor allen Dingen, dass er sich nochmals weiterentwickelt. Er hat sehr gute Anlagen und kann uns helfen. Wir sind froh, dass wir mit dem zweiten Linkshänder für den Rückraum für die neue Saison gut aufgestellt sind, und das eben auch mit zwei sehr jungen Spielern. Jonas passt auch gut in das duale System aus Handball plus Studium, das Fernstudium eröffnet ihm Kapazitäten, viel und intensiv zu trainieren.“


 
 
 

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